Lebenszeichen! Vom Schreiben, vom Tanzen, von der Liebe, von der Freundschaft und vom Leben…

Gedanken

and I miss you like that
like this, like that, mmhm, aha
and I miss you right back
remember that, mhmm aha

Ich bin gerade über meinen eigenen Blog gestolpert. Ups wie geht das denn? Tja, wenn man ihn sich seit Ewigkeiten nicht mehr angeschaut hat und dann plötzlich wieder realisiert, da war doch was.
Und ich vermisse ihn.
Ich vermisse ihn so sehr.
Mein Baby, meine Gedanken, mein Leben für fast zwei Jahre.
Aber was ist eigentlich passiert? Warum ist seit letztem Jahr im August kein einziger Blogpost mehr online gegangen? Was ist passiert? Wo ist das Geschichtenmädchen hin? Das verträumte Mädchen? Das süße kleine Ding?

Ich bin noch da. Ja, das bin ich. Nach wie vor süß, kreativ, agil, lachend und voller Lebensfreude.
Aber ich habe einen neuen Weg eingeschlagen.
Und manchmal ist dieser nicht ganz so wie man das vielleicht erwarten würde. Es kommt sehr oft anders als gedacht.

Aber lasst mich von vorne erzählen.
Von Beginn an.

Eine neue Vision, ein neues Ziel und neue Wege mit einer neuen Arbeitsstelle…

Letztes Jahr im April habe ich die Arbeitsstelle gewechselt. Ich habe fast 8 Jahre meines Lebens bis dahin bei Rechtsanwaltskanzleien als Sekretärin gearbeitet. Ab April letzten Jahres nahm mein beruflicher Weg eine schlagartige Wendung.
Ich habe in einem jungen agilen und sportlichen Unternehmen angefangen. Und genau so wie ich es gerade beschrieben habe ist es auch. Endlich füllt mich meine Arbeit aus, endlich habe ich Sinn hinter dem was ich tue, ich darf selbst Entscheidungen treffen und habe eine große Verantwortung zu tragen.
In beruflicher Sicht habe ich einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Jedoch auch einen kleinen Schritt zurück in Bezug auf meinen Blog, denn dieser kam daraufhin deutlich zu kurz.

Von der Freundschaft und der Schreibblockade…
Ich hatte die berufliche Erfüllung gefunden und so änderte sich dennoch langsam aber stetig auch die Zeit für meine Freunde und für die Freunde, die mir wichtig waren.
Du kannst nicht mit allen eine Ewigkeit gehen. Manche begleiten dich eine Zeit lang, andere bleiben für ewig. So hat sich die Freundschaft mit dem Menschen, der mitunter Gründer und Teil dieses Blogs war leider getrennt. Es war die Entscheidung von uns beiden und dennochhatte ich irgendwie Angst davor wie es hier weitergehen sollte. Ich wusste, dass ich nur Worte kreieren konnte, aber keine Bilder hierzu. Das war nicht mein Hobby und das würde es auch nicht werden. Aber wer sollte nun die ganzen Geschichten mit farbenfrohen Bildern beleben? Ich bin ehrlich, ich habe bis heute keine Idee. Es gibt niemanden und dennoch sitze ich wieder hier und schreibe nun diesen Blogbeitrag. Ich habe Angst, immernoch. Wie soll das weitergehen ohne Bilder? Aber irgendwie hat sich das bis jetzt immer gelöst, also vertraue ich auch hier darauf, dass es sich schon irgendwie lösen wird.
Mit der Angst der fehlenden Bilder kam die Schreibblockade, Momente, die ich noch für wundervoll empfunden hatte, die ich teilen wollte, die ich niederschreiben wollte, gingen vorrüber ohne dass sie jemand in Worte fasste, ohne dass ich sie niederschrieb, ohne dass ich ein weißes Blatt mit Erinnerungen füllte, mit Wünschen und Fantasien.
Und dann war der Moment vorbei…

 

Vom Tanzen…
Und dann war da er. Und sein Hobby… und dazwischen fand ich mich plötzlich wieder. Zwischen Tüll, Glitzer, Tränen, wunden Füßen, Motivation, zerbrochenen Herzen, Ehrgeiz, sportlicher Anstrengung und sehr viel Reisen.
Ich habe den Turniertanz für mich entdeckt.
Nach fast 10 Jahren, in denen ich Reiterin war, bin ich in eine völlig neue Welt eingetaucht.
Und ich fliege in ihr auf Wolke 7.
Diese Welt mit ihren eigenen Regeln, mit ihrer musikalischen und kreativen Seite, mit ihrem Punkte und Klassensystem, mit ihrer Technik und den bekannten sich darin bewegenden Paaren. Sie hat mich aufgesogen wie ein trockener Schwamm das Wasser.
Ich wollte schon immer Tänzerin sein und nun hatte ich endlich die Möglichkeit dazu. Und ich bin so glücklich, dass sich mir der Weg eröffnet hat.
Es war und ist nicht immer leicht, es kostet unfassbar viel Kraft und viel Zeit, was genauso erklärt, warum mein Blog hier zu kurz kam, aber ich war ehrgeizig, wollte allen zeigen wie gut ich sein konnte, wollte weiterkommen und wollte Erfolge feiern.
Und das haben wir. Am Ende des letzten Jahres und am Anfang diesen Jahres standen wir auf jedem Turnier bislang auf dem Treppchen. Und das obwohl ich erst letztes Jahr überhaupt angefangen habe zu tanzen.
Dieser Sport hat mir beigebracht wie man sich richtig schminkt und sich die Haare macht, er hat mich neue Leute kennen lernen lassen, meinen lieben und ebenso ehrgeizigen Tanzpartner und unfassbar viele andere liebe Menschen aus meinem Verein.
Ich bin in meinem Leben noch nie so viel Auto gefahren wie für diesen Sport, zu Trainings, zu Privatstunden, zu Turnieren usw.
Dieser Sport verlangt unfassbar viel. Aber ich war bereit so viel zu geben.
Und dafür ein Stück mehr meines Blogs aufzugeben.

Von der Liebe…
Da war sie, manchmal zärtlich, manchmal erbarmungslos ehrlich, manchmal schmerzhaft und manchal liebevoll streichelnd umarmend.
Aber eins was ich gelernt habe und was sich nie geändert hat, wachsend. Sie war da und ich bin daran gewachsen wie nie zuvor.
Und das ist alles was zählt. Dass wir gegenseitig daran wachsen. Uns gegenseitig eine Stüze sind, füreinander da, ein Vertrauen in den anderen und das was er tut haben, sich Freiheiten geben, Zeit wertschätzen lernen, und gemeinsam leben.

Liebe im Wald

Vom Leben…
Ich habe eine geliebte Person verloren. Letztes Jahr im Sommer.
Ich werde endlich umziehen, nachdem ich fast zwei Jahre psychischen Terror von meiner Nachbarin ertragen musste, und auch das ist eine unglaubliche Belastung, die ich endlich loslassen kann.
Ich habe letztes Jahr unfassbar viele Festivals besucht, was einfach unglaublich schön war.
Meine Hündin hatte eine schwere OP, die mich viel Geld und Nerven gekostet hat.
Ich hatte ein emotionales Jahr 2019. Ich würde nicht sagen, dass es schlecht war, ich habe es genossen und geliebt. Aber dennoch gab es schlechte Momente. Tiefpunkte, die mich mitgenommen haben. Ich hatte große Hürden zu überwinden.

Jetzt bin ich wieder hier. Zumindest habe ich angefangen wieder hier zu sein. Ich will wieder ein bisschen Leben hier rein bringen. Ich möchte euch wieder Geschichten erzählen.

Ich habe mich verändert. Meine Lebensmittelpunkte sind anders, aber ich bin immer noch das Geschichtenmädchen. Denn mein Schreiberherz hat nie aufgehört zu schlagen.

 

Und so bin ich zurück von einer kleinen Reise durch mein Leben mit neuen Perspektiven.

So here I am.

Back.

Fotos by Sebastian Frey und J.H. Artworks

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