Musikgeschichten #21

Gedanken, Geschichten

Das was du mit mir machst…
“Bubbly” von Colbie Caillat

I’ve been awake for a while now
You got me feelin’ like a child now
‘Cause every time I see your bubbly face…
I get “the tinglies” in a silly place
It starts in my toes

Meine Gedanken schweifen zu dir. Ich kann nicht mehr zählen wie oft am Tag oder in der Nacht. Ich träume von dir und wenn ich aufwache dann denke ich wieder an dich.
An das was du mit mir machst. Zu diesem kleinen jungen aufgeregten Mädchen. Schmetterlinge im Bauch. Ein Lächeln auf dem Gesicht. An dich denkend, jede Minute. An die Momente, die wir geteilt haben. Die Zärtlichkeit, die du mir schenkst, wenn du bei mir bist. Die Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dein Lachen welches mich immer ansteckt. Wenn wir zusammen sind und einfach die Zeit vergessen. Und ich jedes Mal traurig bin, dass wir auseinander gehen und ungeduldig auf den nächsten Tag warte, an dem wir uns wiedersehen.
Dieses Gefühl. Ich wusste nicht, dass es noch existiert. Und jetzt, wenn ich es fühle, reißt es mich mit und ich befinde mich zwischen Flug und freiem Fall.

 

Bitte lass mich dich spüren…
“Body” von Loud Luxury

Babe, don’t make a sound
2 A.M. love gotta keep it down
Don’t wait around for a signal now
Gimme some verbs I ain’t talkin’ nouns
Body on my, losin’ all my innocence

Er legte mich aufs Bett. Seine Hände waren sanft und behutsam. Zärtlich und erfurchtsvoll wanderten sie über meinen Körper. Ich wollte es. Mein Körper wollte es. Mir war heiß. Ich krallte meine Nägel in seinen nackten Rücken und presste meinen Körper an ihn. Er war da. Er war bei mir. Ich wollte ihn spüren, unsere Verbundenheit spüren und ich wollte mein sehnsuchtsvolles Verlangen nach dieser Explosion, diesem Vulkanausbruch, nach diesem Feuerwerk stillen. Er war stark und drückte mich zurück auf das Bett. Langsam fing er an meinen Körper mit Küssen zu bedecken. Er liebkoste ihn an Stellen, die ich selbst nicht einmal kannte. Es machte mich wahnsinnig.
Und dann sah er mich an. Seine Hände drückten meine Schultern aufs Bett.
“Warte.”

 

Promises – Versprechen
Wir haben uns nie ein Versprechen gegeben. Nur Magie.
“Promises” von Calvin Harris & Sam Smith

I make no promises, I can’t do golden rings
But I’ll give you everything
Magic is in the air, there ain’t no science here
So come get your everything

Unter all den glitzernden und leuchtenden Farben. Den schillernden Gefühlen und den lachenden Augen. Haben wir uns keine Versprechungen gemacht.
Nur falsche Hoffnungen. Tagträume. Wunschträume.
Zerplatzen wie Seifenblasen.
Aber. Nichts versprochen. Wir haben nichts versprochen. Wir beide haben nur gelebt. Uns gelebt. Auf den Wellen der Magie, die wir zugelassen haben. Du hast mir gegeben was du geben wolltest. Alles. Oder?
Mehr gegeben, als genug. Hineingeträumt. Hineingeflogen auf rosanen Flügeln, um sich dann auf dem harten Boden, nach dem freien Fall, wieder zusammenzukratzen.
Getanzt und gelacht. Getanzt und gelacht. Getanzt und gelacht.
Getanzt.
Blicke. Gesichter. Berührungen.
Ich drehe mich um. Schaue über die Schulter. Wo sind wir dazwischen geblieben? Was haben wir verloren?
Lachen. Lächeln. Ein Kuss. 42 Berührungen. Ich kann sie nicht mehr spüren. Wo sind wir geblieben. In dieser Zeit. In diesem Leben. Heute, jetzt und hier.
Getanzt. Die Magie gespürt, bis wir am nächsten Morgen aufgewacht sind und uns angesehen haben.
Und da waren wir. Ohne Lachen. Ohne Magie. Nur noch tanzen.
Und tanzen ist vorbei. Tanzen war gestern. Tanzen ist nicht mehr.
Tanzen ist Vergangenheit.
Tanzen ist nicht mein Leben. Tanzen ist auch nicht mehr dein Leben.
Und so sind nur noch wir.
Blicke. Gesichter. Berührungen.
42 Berührungen.
Ohne Versprechen. Nur die Magie. Die plötzlich fehlt.

 

Prioritätensetzung. Ungewissheit. Irgendwo dazwischen. Seelen.
“Pretty when you cry” von VAST

I didn’t want to hurt you baby,
but you’re pretty when you cry.

So viele Menschen auf der Welt. Und in diesem Moment so viele verschiedene Sachen, die sie tun.
Irgendwo feiert gerade jemand seinen Geburtstag.
Irgendwo versammelte sich eine Gruppe zum Training.
Irgendwo bist du, und arbeitest vielleicht noch.
Und irgendwo saß sie in einem teuren Auto, welches viel zu schnell über die Straße fuhr.
Sie sah zu ihm, dann auf den Tacho und musste dann grinsen. Er lachte nur.
“Das muss doch ausgenutzt werden.”
Sie schüttelte nur lächelnd den Kopf, denn sie vertraute darauf, dass er wusste was er tat. Der Elektrosound aus dem Radio ließ ihr Herz einen Takt höher schlagen und hämmerte sich kontinuierliche in ihre Gedanken. Ihr Blick wanderte in die Nacht und dann verlor sie sich in der vorbeifliegenden Dunkelheit.
So viele Menschen auf der Welt. So viele Leben auf der Welt.
Wen interessierte denn da diese eine Seele?
Wo bist du? Was tust du? Denkst du an mich?
In ihrem Kopf herrschte Krieg. Ein Schlachtfeld ihrer Gedanken. Und sie wusste noch nicht, ob sie die Anführerin oder die Rebellin war.
Was sind wir?
Irgendwo in ihrem Kopf plötzlich Angst. Angst war neu. Nicht ganz neu. Sie schien vertraut. Aus der Vergangenheit. Und das machte plötzlich alles nur noch schlimmer.
Was bin ich denn für dich?
Ein Anruf, der irgendwo in der Luft verwehte. Eine Nachricht. Erinnerungen. Tränen. Und Schmerzen. In den Gedanken. In dem Krieg der Gedanken.
Was sind wir?
Wo bist du? Was tust du? Denkst du an mich?

Lass uns leuchten in der Sonne und im Tanzen.
“DNA” von Madeline Juno

Ich bin gebaut um zu eliminieren, was mich kaputt macht
Es ist in meiner DNA
Ich kann alles schaffen, was auch kommen mag
Bin stärker als ich’s war
Ich trag’s in meiner DNA

Sie lachte, als sie den Hügel nach oben lief. Ihr leichtes Sommerkleid spielte im Wind um ihren Körper und sie drehte sich in der untergehenden Sonne. Als sie auf der Kuppe angekommen war und sich zu ihm wandte verschlug es ihm fast die Sprache, denn sie schien zu leuchten. Die Sonne ließ ihre hellen Haare aussehen wie ein Heiligenschein und ihr grinsendes Gesicht nahm ihn gefangen.
So ein glückliches Mädchen.
Er rannte ihr hinterher und hob sie dann von hinten hoch. Sie schrie kurz auf und fing dann wieder an zu lachen.
„Lass mich.“, rief sie in gespieltem Trotz.
Er ließ sie los und erst dann fiel ihm der Ausblick auf, der sich ihnen bot. Er hielt inne, um die Schönheit der Natur auf sich wirken zu lassen. Sie sahen in weites Tal, welches nun von den letzten Sonnenstrahlen des Tages ausgeleuchtet wurde. Das große Amphitheater wirkte ruhig und leer. Sie grinste und stupste ihn in die Seite.
„Lass uns tanzen.“
Er sah sie an. Und wie konnte man ihr so einen Vorschlag ausschlagen. Er nahm ihre Hand und zusammen stiegen sie die Treppen hinunter und gingen auf die große leere Fläche vor dem Amphitheater.

 

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