Musikgeschichten #20

Gedanken, Geschichten

Weil du die Welt rosaner machst und ich anfange auf Wolke 7 zu schweben….
“This is why I need you” von Jesse Ruben

Cause you make the darkness less dark
You make the edges less sharp
You make the winter feel warmer
And you make my weakness less weak
You make the bottom less deep
You make the waiting feel shorter
You make my crazy feel normal, every time
You are the who, love is the what, and this is the why

Tagsüber, gibt es keine Minute ohne dich in meinen Gedanken.
Ein Lächeln, immer wenn du auftauchst. Grinsen, wenn ich an unsere gemeinsamen Momente denke.
Momente, die ich mir erträume noch mir dir zu erleben.
Ich denke an deine Berührungen auf meiner Haut und habe Schmetterlinge im Bauch.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so intensiv dieses Gefühl gespürt habe.
Nachts, wenn ich dann mal schlafe, träume ich nur von dir. Was wir zusammen tun und was du für eine Wirkung auf mich hast.
Ich benehme mich wie ein kleines aufgeregtes Mädchen bevor wir uns wiedersehen. Ich bin ungeduldig und kann es kaum erwarten, dich in meine Arme zu schließen.
Wenn ich aufwache, dann wünsche ich mir dich neben mich.

 

Weil Mut uns größer macht und es leichter ist auf niemand anderen zu hören als auf sich selbst.
“Das hier” von Glashaus

Das hier ist das worauf es ankommt,
das hier ist das einzige was zählt.
Auf das hier warte ich schon lang schon,
das hier ist der Punkt um den es geht.

Und wenn ich so zurück schaue gab es viele Sachen, die mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und mich stolz machen. Stolz auf mich selbst. Stolz darauf so einiges erreicht zu haben.
Im letzten Jahr habe ich – sogar erst vor kurzem – meine Weiterbildung zur Geprüften Rechtsfachwirtin abgeschlossen.
Nein, nicht mit einer Glanzleistung. Aber auch nicht mit Hängen und Würgen. Ich habe das gesunde Mittelmaß gefunden zu leben und dennoch ein bisschen etwas für diese Weiterbildung zu lernen. Und darauf bin ich stolz. Den gesunden Mittelweg gefunden zu haben mein Leben zu genießen und dennoch diese Weiterbildung erfolgreich abzuschließen.
Persönlich und Seelisch habe ich das vergangene Jahr eine wahnsinnig große Veränderung durchgemacht und das macht mich wohl mitunter am stolzesten. Minimalismus, Nachhaltigkeit und wohnliche Veränderung haben Platz in meinem Leben bekommen.
Zum ersten Mal seit langer Zeit kann ich auch von mir behaupten endlich mich selbst gefunden zu haben, was ich nicht allein geschafft habe, aber wahnsinnig stolz darauf bin, dass ich jetzt ganz bei mir selbst bin.
Doch das was mich am meisten mit unglaublich riesigem Stolz erfüllt ist dieser Blog. Meine eigene Seite und mein Instagram. Diese ganze Sache habe ich zum ersten Mal ganz für mich selbst getan und das erfüllt mich mit sehr großem Stolz. So viele Möglichkeiten haben sich schon aufgetan und so viele Menschen konnte ich so schon kennen lernen. Ich freue mich auf das nächste Jahr und das was es bereit hält für den Blog und für mich.

 

Und in den Wellen, die an den Strand gespült wurden, spiegelte sich der Vollmond und ihr weißes Kleid, welches zu leuchten schien.
“WDWGILY” von SYML

I can still feel you in my space
Why did you
How could you
I want to
Where did we go? I love you
Keep it all locked tight
In the middle of the night
Think I’m doing this right
It wasn’t my fault…

Ich wachte vom Vollmond auf. Sofort spürte ich, dass sie nicht da war. Sie lag nicht mehr neben mir. Langsam stand ich auf und trat an die Fensterwand des Zimmers. Man sah von hier aus das komplette Meer mit dem Horizont. Außerdem den kleine Weg der durch kleine Felsen und Dünen zum Strand führte. Der Vollmond beleuchtete das ganze Zimmer. Da sah ich sie. Sie ging den kleinen Weg zum Strand hinunter. Ich lächelte. Ihre langen Haare wehten in der leichten Brise und das flatternde Sommerkleid was sie sich schnell übergeworfen hatte umspielte ihre wunderschöne Figur. Ich liebte sie. Sie war eine Träumerin und für alles was reizbar war zu haben. Sie wollte alles ausprobieren. Und das vor allem nachts. Langsam drehte ich mich und legte mich wieder ins Bett.

Als ich den Weg wieder nach oben zu unserem kleinen Strandhaus ging spürte ich immer noch den Sand auf meinen nackten Fußsohlen. Ich liebte die Nacht. Es kam einem dann alles so unwirklich vor. Wie in einem Traum. Vorsichtig und leise öffnete ich die Tür zum Schlafzimmer. Der Vollmond beleuchtete es vollständig. Ich liebte diese Nächte. Sie waren so wundervoll. Leise legte ich mich wieder neben ihn.

Doch ich wusste genau dass ich jetzt nicht schlafen konnte. Es war viel zu aufregend gewesen.
„Wie war es?“
Er flüsterte mir die Frage ins Ohr. Sein Körper strahlte eine unglaubliche Wärme aus und ich fühlte ihn neben mir.
„Wundervoll.“
Ich sah ihn lächeln. Er kannte mich zu gut. Langsam drehte ich mich zu ihm um und küsste ihn.

Weil der Schnee so viel Freiheit wie die Sonne bedeuten kann.
“Foreign hands” von George Ogilvie

I see a way out
And I can see the sun on the horizon
But it’s getting more and more distant, oh
Every time you turn and face away
I see a way out
And I can hear an echo that begs to be followed
Lord only knows where it’s taking me

Und dann schneite es dicke weiße Flocken vom Himmel.
Sie war gerade draußen auf den Feldern und Wiesen. Hatte sich einen schönen Mittag im kalten Freien mit ihrer Hündin machen wollen und jetzt kam diese wunderbare Überraschung vom Himmel.
Ihre Hündin hatte die Flocken zuerst wahrgenommen und hüpfte jetzt aufgeregt und schwanzwedelnd über den Feldweg. Sie musste anfangen zu lachen. Und dann tanzte sie selbst mit ausgebreiteten Armen unter dem grauen Himmel, der weiße Schönheiten schneite, streckte ihr Gesicht in den kühlen Wind und spürte wie die Flocken sich auf ihrer Haut zu kleinen Tropfen verwandelten.
Und da fühlte sie es. Die Freiheit und das Glück, welches sich mal wieder in ihr breit machte. Und sie hörte in ihren Ohren dieses wunderbare Lied. Ihre Hündin spielte auf der Wiese und tobte um ihre Beine.
Und das war der Moment, in dem sie für immer hätte bleiben können. Ein Lachen, Schnee, Freiheit, Glück und so viel Liebe.
Sie drehte sich lachend um und sah über ihre Schulter, gefühlt konnte man nun in ihre kleine Welt blicken.
Doch ihre Welt war unantastbar. Sie war in der Musik. In ihrem Kopf. In den Gedanken, in denen sie lebte. Die sie lebte.

 

Zwischen den Lichtern, meinen Gefühlen und unseren Berührungen fühle ich immer nur dich.
“Kennst du das” von LEA

Gib mir deine Hand,
lass mich dich halten so lang ich kann.
Lass mich nicht gehen, ich will noch nicht gehen.
Du und ich wir zwei zusammen.
Gib mir deine Hand,
schau mich noch einmal an,
schau mich noch einmal an.

Das Licht war gedimmt und die bunten Farben beleuchteten den Saal schemenhaft. Sie drehte sich zur Seite und als sie die Tanzpose beendet hatte und wieder auf ihn zuging raubte es ihr fast den Atem. Blaue Lichter warfen farbige Schatten auf sein Gesicht, seine warmen Augen, die sie mit einem intensiven Blick betrachteten, sie gefangen nahmen und sie mitrissen auf eine Reise in ihre tiefste Gefühlswelt. Seine langsamen und bewussten Bewegungen. Sie konnte die Augen nicht mehr abwenden, so sehr zog er sie in den Bann. Er war einer der faszinierendsten Mensch, die sie je kennen gelernt hatte. Und er sah dabei noch so unfassbar gut aus. Sie bewunderte ihn für das was er tat und konnte. Fast fühlte sie sich sogar geehrt hier an seiner Seite und in seinen Armen tanzen zu dürfen. Er hingegen gab ihr in jeder Minute das Gefühl, dass er es genoss mit ihr zu tanzen. Sie in seinen Armen zu halten. Er achtete auf sie, passte auf, versuchte ihr in jeder einzelnen Bewegung entgegen zu kommen und in ihr keine Unsicherheit auszulösen. Seine Augen fanden ein weiteres Mal ihre. Sie hatte das Gefühl, als würde er in ihre Seele sehen. Und zwischen den Lichtern, der Musik, den Tanzpaaren, dem Parkettboden und seinem Blick wusste sie plötzlich, dass genau das hier, in diesem Moment, der Augenblick war, als das Leben ihr sagte, dass er der Richtige war.

Foto by Jo Grabowski

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