Musikgeschichten #19

Gedanken, Geschichten

Erinnerungen lassen uns weiterleben…
“The Rose” von Bette Midler

I say love, it is a flower,
and you its only seed.
It’s the heart, afraid of breaking,
that never learns to dance.
It’s the dream, afraid of waking,
that never takes the chance.

Sie lächelte, als sie die Erinnerungen einholten. Sie war so eine wundervolle Person gewesen und mittlerweile hatte es aufgehört weh zu tun, an sie zu denken. Sie war zwar nicht mehr da, aber ihre Worte, Gedanken und Lieder blieben.
Und das war wundervoll.
Sie schöpfte aus der Erinnerung an ihre lebensfrohe, mutige und furchtlose Art immer Kraft um schwierige Hürden in ihrem eigenen Leben zu nehmen.
Und das war schön.
Am Ende war es gut so wie es war. Und die Personen, die nicht mehr unter uns weilen, tun es doch irgendwie immer noch. Denn sie leben weiter in unseren Gedanken.

 

Für die Sonne, gegen den Wind, mit dem Regen und gegen jede Regeln. Mit dir.
“Rebels” von Ivy Adara

We got no plans
Recklessly follow the sunset dreamin’
Give me tomorrow and I’ll take your hand
Two rebels, ride or die
Two rebels, you and I
We got no plans

Er nahm ihre Hand und zwinkerte ihre zu.
“Du und ich gemeinsam. Zusammen.”
Sie schüttelte lachend den Kopf und schaute dann nach unten. Unter ihnen taten sich die rauen Felsen der hohen Berge auf. Sie standen irgendwo in der Mitte über ihnen. Das Tal war tief und den Fluss, der irgendwo da unten fließen musste, konnte man nur erahnen. Komischerweise hatte sie keine Angst. Sie fühlte seine Hand in ihrer und alle Angst war verschwunden. Weil… zusammen. Und sie glaubte ihm. Mehr als sie jemals einem Menschen geglaubt und vertraut hatte.
Die Sonne strahlte vom Himmel und der blaue Himmel schien sie einzuladen sich fallen zu lassen und plötzlich überkam sie eine erwartungsvolle Vorfreude. Sie wandte ihre Kopf nochmals zu ihm und sah ihn an.
Seine Augen leuchteten auf, als sich ihre Blicke trafen. Sie drückte seine Hand in gab ihm somit das Zeichen, dass sie bereit war. Er zählte lachend und als sie die eins hörte sprangen sie.
Und im Fallen und im Schreien und im Lachen lebte sie. Mit ihm.
Und die ganze Welt.

 

Weil man seine Gefühle nicht erklären kann und auch nicht erklären muss. Sie sind da und sie sind richtig.
“This is why I need you” von Jesse Ruben

you are the who,
love is the what,
and this is the why.

Sie zog den Schal enger und vergrub dann ihre Hände in ihren Taschen. Ihr Blick wanderte hinaus auf die gefrorene Ebene vor ihr.
Sein bissiger Kommentar, ihr vorwurfsvoller Blick.
Das Augenverdrehen, das Kopfschütteln, das hämische Lachen.
Wie die Kälte umschloss es ihr Herz, obwohl dieses doch gerade so sehr aufblühte. Es schlug schneller und in ihrem Bauch spürte sie Schmetterlinge. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht welches sofort wieder gefror, als es von dem anderen, unguten Gefühl eingeholt wurde.
Aber warum hatten andere so viel Auswirkung auf das was sie fühlte. Hatten ein Recht ihr vorzuschreiben was richtig oder falsch war. Was sie fühlen sollte.
Jetzt schüttelte sie den Kopf, um endlich wieder Klarheit in ihren Kopf zu bekommen.
Sie wollte sich befreien von all dem was die anderen sagten und dachten.

“Mach dein Ding und Beweis allen das Gegenteil.”

Denn am Ende waren es doch ganz allein ihre Gefühle, die entscheidend waren.

“Wenn du nicht aufzählen musst, welche Dinge an ihm toll sind, dich nicht erklären musst, sondern einfach nur sagen kannst, dass das Gefühl passt. Das Gefühl stimmt einfach. Genau dann ist es richtig. Genau dann ist es sogar vielleicht der Richtige.”

Sie schlang die Arme um ihren Körper und plötzlich war da nur noch er. Sein Lachen, seine liebevolle Art, wenn er sie in den Arm nahm und seine Berührungen auf ihrer Haut. Seine beruhigende Stimme und sein Flüstern in ihrem Ohr.
Und ihr Gesicht leuchtete auf, sie begann zu Strahlen und zu Lachen und ihr Herz blühte auf wie eine Blumenwiese im Frühling.

 

Solange ich auf dich warte…
“Real for you” von James Hersey

Real for you
I can’t help it, I get real for you
I feel for you
When I get real for you
I can’t help it, I get real for you
I feel for you

Sie stand am Fenster und schaute nach draußen auf die Straße. Sie sah wartend aus.
Erwartend. Vielleicht auf eine Person. Vielleicht auf eine Veränderung. Ein Lächeln streichelte ihr Gesicht und man sah, dass es ein schönes Warten war. Auf der Straße war weit und breit niemand zu sehen. Vögel saßen in den Bäumen, zwitscherten. Die Wiese vor dem Haus lag ruhig da. Ein Nachmittag wie jeder andere auch.
Sie legte ihre Lippen nachdenklich auf die Schulter, ließ den Vorhang los und legte sich aufs Bett. Plötzlich fing sie an laut zu lachen, schlang die Arme um sich und rollte sich auf den Bauch. Als sie ihren Kopf auf ihre Hand stützte und vom Bett aus weiter nach draußen auf die Straße sah, bog plötzlich jemand um die Ecke und ihr Grinsen breitete sich auf ihr ganzes Gesicht aus. Er war hier.

Foto by Jo Grabowski

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