Musikgeschichten #11

Gedanken, Geschichten

28Halte jeden kleinen Moment fest. Denn er wird nie wieder so kommen. Genieße es.
„g
one girl“ von ELI

I was looking at her, looking at me
she was wearing my shirt so casually
I was looking at her, looking at me
chest to chest, with the same heartbeat 

„Wie hübsch du aussiehst so verschlafen und natürlich.“
Sie musste grinsen, als sie ihn über den Küchentisch hinweg anschaute, während er mit einem Zwinkern sein Kompliment unterstreichen wollte. 
Die Eier in der Pfanne verbreiteten einen wundervollen Duft in der Küche und ihr Bauch fing langsam an zu knurren. Als sie auf die Uhr sah und sich daran erinnerte, warum sie jetzt erst in der Küche angekommen waren, lief sie rot an. Er war aufgestanden, um Teller aus dem Küchenschrank zu holen und grinste sie an, als er merkte wie sie rötliche Wangen bekam. „An was denkst du denn gerade? Darf ich teilhaben an deinen Gedanken?“
Ertappt fing sie peinlich berührt an zu lachen. „Besser nicht.“, wehrte sie dann ab und stand auf, um nach den Eiern in der Pfanne zu schauen. Da spürte sie seinen Atem im Nacken und seine Hand, die sich sanft an ihre Hüfte legte, während er ihr vorsichtig ins Ohr flüsterst, „Ich kann mir denken, was in deinem hübschen kleinen Kopf vor sich geht, aber sei versichert, mir geht es nicht anders.“ Er hauchte ihr einen Kuss auf die nackte Schulter und fügte dann noch hinzu „Und ich liebe es, wenn du mein Hemd trägst, als wäre es eine Selbstverständlichkeit.“ 

 

Der Alltag wird niemals alltäglich, wenn du bei mir bist.
„for you“ von Liam Pain und Rita Ora

skin to skin
breathe me in
feeling your kiss on me
been waiting for a lifetime for you
wasn’t looking for love ‚till I found you

Er kam spät nach Hause und als sie ihn durch die Wohnungstür treten sah konnte sie genau sehen wie müde und gestresst er war. Dieses eine Projekt nahm ihn ganz schön mit, obwohl sie wusste wie viel Spaß es ihm machte, aber manchmal gab es einfach Phasen, gerade wenn ein wichtiges oder neues Projekt anstand, in denen er bis spät abends arbeiten musste, kaum schlief und rund um die Uhr gestresst war. Sie verstand das und sie unterstützte ihn dabei, denn sie mochte es wie er für seinen Beruf brannte. Langsam drehte sie den Herd auf, um das Essen nochmal für ihn warm zu machen und ging dann auf ihn zu. Er lächelte sie an, als sie ihm eine Hand auf die Schulter legte, doch sie sah wie fertig er eigentlich war. Vorsichtig berührte sie mit ihren Fingerspitzen seine Wange und lächelte ihm aufmunternd zu. Jetzt wurde sein Lächeln zu einem Grinsen und auch sein eingefallen wirkendes Gesicht fing an zu leuchten.
Er zog sie an sich und drückte sein Gesicht an ihren Hals.
„Danke, dass du hier bist.“
Sie legte ihre Lippen auf seine Schultern und streichelte seinen Rücken. Seine Worte lösten in ihr so ein wundervolles Gefühl aus. Sie war so gern für ihn da, denn wenn sie spät in der Nacht erschrocken auffuhr, weil sie ein Albtraum heimgesucht hatte, tagelang nicht ansprechbar war, weil sie sich mitten in der heißen Phase eines Buches befand oder sie eine Schreibblockade hatte, war er immer für sie da und rettete sie.
Als sie sich aus ihrer Umarmung trennen, nahm er ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie. Und sie verloren sich in diesem einen zeitlosen Moment, der ihnen zeigte dass sie zwei mehr waren. So viel mehr. 

 

Sind wir wirklich schon Geschichte?
„Wie weit ist vorbei?“ von Rosenstolz

Wie weit muss ich gehen,
um uns nicht mehr zu sehen.
Wär der Juli ein Tag
und der Sommer ein Jahr,
warum war mir nicht klar,
wie gut wir doch waren.
Wie tief ist das Meer?
Wie weiß ist der Sand?
Ich habs überlebt,
egal wie du fehlst,
wie weit ist vorbei?
Wie weit ist vorbei?
  

„Jetzt erzähle mir doch nichts. So wie ihr zwei da sitzt, da ist doch was.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Nein, nein, wirklich nicht, wir sind nur Freunde.“
Damals habe ich das selbst geglaubt. 
Habe es mir eingeredet.
Heute schaue ich auf die Zeit. Sehe ihn an. Weiß nicht was aus uns geworden wäre, hätten wir es wirklich versucht.
Aber was war wirklich zwischen uns gewesen? 
Eins ist mir jetzt klar, es war definitiv mehr wie nur Freundschaft.
Und das wussten wir beide. 

 

Einfach nur Lesen, Liebe und Bett…
„The Lazy Song“ von Bruno Mars

Today I don’t feel like doing anything 

Sie hörte die erste Zeile des Songs im Radio und ein Lächeln glitt ihr über die Lippen. Die Sonne schien durch das Schlafzimmerfenster und sie drückte sich noch tiefer in ihr wundervoll weiches Kissen. 

I just wanna lay in my bed 

Dann gab sie ein wohliges Grummeln von sich und drehte sich in ihrem Bett um. Er saß aufgerichtet neben ihr, das Kissen im Rücken und  einen aufmerksamen Blick auf sein Buch. Als er sah, dass sie ihn anschaute fing er an zu lachen und streichelte ihre Wange. Sie richtete sich lächelnd auf, lehnte sich an ihn und vergrub ihren Kopf in seiner Halsbeuge. 

Don’t feel like picking up my phone, so leave a message at the tone 

Er legte einen Arm um sie und gab ihr einen Kuss auf das Haar.
„Keine Lust mehr auf dein Buch?“
Sie lächelte an seinem Hals und murmelte, „Viel lieber würde ich einfach mit dir kuscheln.“ 

‚Cause today I swear I’m not doing anything 

Sie spürte wie er anfing zu grinsen und hob den Kopf. Da fiel ihr Blick auf das Buch, welches er so aufmerksam las und sie stöhnte kurz ironisch  entnervt auf.
„Du liest es ja schon wieder.“
Er lachte und zuckte die Achseln.
„Ich lese einfach gerne wie du mich siehst. Außerdem handelt dieses Buch zu 90 % von mir und wer liest nicht gern über sich selbst.“
Sie schlug ihm spielerisch auf die Schulter während sie lachte.
„Du bist auch kaum eingebildet.“
Er zog eine Augenbraue nach oben und legte das Buch zur Seite.
„Hast du mich gerade etwa geschlagen?“
Sie machte eine unschuldige Miene und hob die Schultern.
„Ich weiß nicht was du meinst.“
„Na warte…“
Und da fiel er über sie her und fing an sie durchzukitzeln. Sie schrie lachen auf und versuchte sich zu retten. 
Zusammen sanken sie zurück ins Bett und so wie das halt immer war bekam sie doch noch was sie wollte.  

Today I don’t feel like doing anything
I just wanna lay in my bed

Foto by J.H. Artworks

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