Musikgeschichten #3

Gedanken, Geschichten

Es ist mein Fehler, aber ich stehe dafür gerade…
„Broken“ von Livingston

And I’ll breathe out my name, so loud unto you, cause I’m loaded by,
but I’m broken by you,
and still I’m loosing you, and everything you do, I’m loosing you,
I’m broken by you

Ich weiß, dass ich nicht berechtigt bin das zu verlangen.
Ich weiß, dass es dumm ist von mir zu fragen, weil es das Ende früher herbeiführt als ich es ertragen kann.
Und ich weiß, dass es, egal wann du es erfahren wirst und egal wie lange ich es noch verschwiegen hätte, mein Fehler ist bzw. war und ich aber mit allem was ich bin und mit allem was ich war dafür gerade stehen werde, auch wenn du dich umdrehen und gehen wirst.

Zwei Menschen. Zwei Persönlichkeiten. Wo standen wir?
„Torn“ von Natalie Imbruglia

I thought I saw a man brought to life,
he was warm,
he came around like he was dignified,
he showed me what it was to cry,
I’m all out of faith, this is how I feel,
I’m cold and I am shamed, lying naked on the floor.

Sein Blick.
Ihre Worte.
Aneinandervorbeigerede.
Du. Ich.
Zwei Persönlichkeiten.
So stolz. Egoistisch. Stur. Arrogant?
Was waren wir?
Was sind wir?
Was werden wir sein?
Ihr Atem, welcher weiße Wolken in die Luft zaubert.
Seine langsamen Schritte, welche Spuren im Schnee hinterließen.
Dieses Wort, welches über ihren Köpfen schwebt, wie eine leise Vorahnung oder doch eher ein Versprechen?

Du bist wunderschön so wie du bist! Lass dich niemals unfair behandeln.
„Kommst du mir ihr“ von Sarah Conner

Kommst du mit ihr wie mit mir?
Berührt sie dich so wie ich?
Kommt sie mit dir überall hin?
Machst du’s mit ihr so wie wir?
Und wenn ihr mal landet und du siehst mein Gesicht,
bist du dir dann noch sicher, dass sie die Richtige ist?

Du bist mehr Wert.
Du hast mehr verdient.
Du bist schön.
Du bist ein wunderschöner Mensch mit einem tollen Charakter und einer tollen Persönlichkeit.
Lass dich niemals herablassend behandeln.
Das hast du nicht verdient.
DU BIST MEHR WERT.

Ich bin nicht kompliziert, du verstehst mich nur nicht.
„Kompliziert“ von Namika

Ich sag „Ja“ und du verstehst „Nein“, erzähl‘ dir was, du redest mir rein.
Wie willst du versteh’n, was ich mein, wenn du mir nich‘ zuhörst?
Wie soll ich’s dir erklär’n, wenn du nich‘ meine Sprache sprichst?
Wenn so viele meiner Worte wie Chinesisch für dich kling’n?
Doch heute ist dein Glückstag, ich hab ein Wörterbuch für dich.
Ich bin nich‘ kompliziert, du verstehst mich nur nich‘. Da ist ein großes Fragezeichen, direkt in dein’m Gesicht
Ich bin nich‘ kompliziert, du verstehst mich nur nich‘.

Viele Menschen in meinem Leben haben gesagt, ich wäre kompliziert. Irgendwann habe ich das selber von mir geglaubt, dann habe ich es als Ausrede benutzt und irgendwann waren dann plötzlich alle anderen um mich herum auch kompliziert. Es war einfach zu sagen, ich bin kompliziert, also komm damit klar. Aber das macht das Leben plötzlich ziemlich einsam.
Heute ist mir klar, dass genau das der falsche Weg ist. Sich darauf auszuruhen, so bin ich halt, oder bei anderen zu sagen, ja gut so ist es halt, ohne sich damit auseinanderzusetzen, heißt, es sich verdammt einfach zu machen.

So wie Calvin Hollywood sagt, und da bin ich komplett seiner Meinung, auch wenn es vielleicht nicht in diesem Bezug gemeint war, wenn es einfach ist, machst du etwas falsch. Wenn es schwierig wird, kompliziert, dich mit anderen befassen musst, dich mit anderen auseinandersetzen musst, genau dann ist es richtig. Denn dabei wächst du. Daraus lernst du. Natürlich kommt nicht jeder mit jeder Art klar. Das ist völlig okay. Aber in einer Beziehung zum Beispiel wächst du an Diskussionen. Gegenseitiges Nachgeben. Aufeinander einlassen. Und natürlich ist es nervenaufreibend, anstrengend und mit viel Emotionen verbunden, aber danach stehst du vor deinem Partner und schaust ihn an und bist der glücklichste Mensch auf der Welt, weil ihr euch besser kennt, als je zuvor und alles was im Leben kommt blind miteinander durchstehen könnt.

Immer wieder dieses Grinsen. Immer wieder du.
„Elektrisches Gefühl“ von Juli

Ich fühl mich völlig schwerelos,
wie beim ersten Atemstoß,
und diese Stimme, die mir sagt,
heute wird ein guter Tag,
heute wird ein guter Tag.

Ich sah schockiert auf seinen aufleuchtenden Handybildschirm. Ich kannte ihn kaum. Wir hatten uns ein paar Mal gesehen und dann eher beiläufig. Und dennoch lächelte ich mir jetzt von seinem Bildschirm selber entgegen.
Unsere Blicke trafen sich als ich ihn fragend ansah.
Er fing an zu schmunzeln.
„Es tut mir wirklich leid, aber dieses Grinsen.“

Unsere Reise, die wir nicht mehr gemeinsam miteinander reisen…
„Too close“ von Alex Clare

And it feels like I am just too close to love you,
there’s nothing I can really say,
I can’t lie no more,
I can’t hide no more, got to be true to myself,
and it feels like I am just too close to love you,
so I’ll be on my way.

Wenn du eine sehr lange Zeit mit einer Person sehr nah aufeinander lebst gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten zu denen sich das ganze entwickelt.
Entweder ihr werdet euer Leben lang zusammen durch dick und dünn gehen, durch gute und durch schlechte Zeiten und euch wird Nichts etwas anhaben können genauso wenig wie ihr gegenseitig voneinander nie genug bekommen könnt. Sei es in einer Beziehung, Freundschaft oder Familie.
Oder es wird euch irgendwann zu nahe. Das ist das Zeichen, dass ihr euch auseinander gelebt habt. Dass ihr nicht mehr miteinander könnt, weil ihr schon viel zu nah aufeinander seit. Dann seid ehrlich und gesteht es euch ein, denn es macht beide nicht glücklich.

and it feels like I am just too close to love you

Freunde sind die wichtigsten Personen in deinem Leben neben der Familie.
„Old friends“ von Jasmine Thompson

I miss my old friends
‚Cause they know when I need them the most
I made some new friends and they cool friends
But they don’t know
What I do, what I got, who I am and who I’m not
I miss my old friends

Dass Freunde mitunter die wichtigsten Personen im Leben sind, darüber brauchen wir uns nicht mehr unterhalten, das ist klar.
Aber ab wann zählt man denn eine Person zu seinem Freundeskreis? Ab wann ist es ein guter Freund bzw. eine gute Freundin? Und ab wann wird eine Freundschaft als die „Beste“ bezeichnet?
Das muss wohl jeder für sich entscheiden aber ein wichtiger Faktor, der wie ich finde immer entscheidend am Schluss ist, ist die Zeit.
Denn nur über einen gewissen Zeitraum kannst du erkennen, ob deine Freunde zu dir stehen, für dich da sind, egal was passiert und in welche Kategorie du sie einordnen kannst.

Manchmal ist es gut einfach nach links zu laufen, wenn alle anderen nach rechts laufen.
„In deiner kleinen Welt“ von Philipp Dittberner

Du lachst und du weinst und du bist, so wie du bist.
Ein rudimentäres Unikat.
Vielleicht hab ich einmal Glück und es ist so wie es ist, dass gewinnt der, der alte Träume wahrt.
Und du drehst dich in deiner kleinen Welt.
Mit deinen großen Farben, wie sie dir gefällt.
Ob trist ob manchmal grau, ob blau und wunderschön.
Oh – Ich würd mich so gerne in deinen Welten drehn.

„Du bist schon eine eigene Marke. Nicht alltäglich.“
„Wenn alle nach rechts laufen, läuft Lisa halt einfach nach links.“

Meine Lieblingsfarbe ist rosa.
Ich bin zu laut, zu schrill und viel zu naiv.
Ich trinke keinen Alkohol.
Ich war noch nie eine Nacht durchfeiern.
Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und glaube an die große Liebe.
Und ich bin wahrscheinlich die einzige 23jährige, die weiß wie man ein Abwasserrohr verlegt, da ich mit 19 Jahren schon ein Haus gebaut habe.

Ich bin definitiv nicht normal. Und ich bin stolz darauf. Und alle die mich kennen wissen das. Wenn Lisa ihre fünf Minuten hat, ist alles viel bunter, witziger und vor allem verrückt. Ich liebe mich dafür nicht normal zu sein. Und ist nicht jeder von uns da draußen ein bisschen verrückt und unnormal? Langweilig kann doch jeder. Lasst uns alle ein bisschen verrückt sein und somit wird die Welt auch ein bisschen bunter und besser.

 

Foto by J.H. Artworks

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