Ich bin zurück…

Gedanken

Ich bin zurück.
Nach zwei Monaten bin ich zurück.
Freier.
Lebenslustiger.
Glücklicher.
Bewusster.
Hier.

 

Gehört
Musik. Viel. Viel und intensiv.
Habe neue Songs und Bands entdeckt.
Meine Gedanken und Gefühle geordnet. Mich mit der Musik treiben lassen. Entweder um Dinge zu vergessen oder mir wichtigen Dingen bewusster zu werden. Mir meine Freude an schönen ruhigen und auch tatsächlich etwas rockigeren lebensfroheren Liedern zurückgeholt.
Mich auf Festivals im elektronischen Beat verloren. Mich aufgesammelt und mich auf der Elektrowolke über zwei Monate hinweg tragen lassen.
Das war schon immer die Musik in der ich mich verlieren konnte, um mich wiederzufinden. Ich hatte gefühlstechnisch eine harte Zeit zu bewältigen und bin dankbar, dass mir die Musik – mal wieder – sehr geholfen hat wieder zurück zu mir selbst zu finden und viele Wunden zu heilen.
Und hier bin ich.
Mit neuen Texten aus Liedern, die mich bewegt, berührt und wieder zum Leben erweckt haben.

Geschrieben
Natürlich geschrieben. Viele neue Songtexte, viele neue Geschichten. Bei so viel Musik, zu der man sich Gedanken macht, kommen die Geschichten ganz von selbst.
So viele Emotionen, die ich zu verarbeiten hatte, was bei mir natürlich am allerbesten in schreibender Weise erfolgt. Das Festival hat mir einen unglaublichen Inspirationsschub gegeben, mit dem ich am Anfang gar nicht wusste fertig zu werden.

Gefühlt
Geweint. Gelacht. Geschrien. Getrauert. Wütend gewesen. Zornig gewesen. Gestresst gewesen. Hilflos gefühlt. Geerdet worden. Kopf frei bekommen. Meine Umwelt intensiver wahrgenommen. Den Sommer auf der Haut gespürt. Wasser an meinen Füßen gefühlt. Schmetterlinge im Bauch gehabt. Durchhänger gehabt. Ein schlechtes Gewissen.
Ich war überfordert mit mir selbst. Ich wusste manchmal nicht mehr, ob ich überhaupt noch fühle, weil so viele Emotionen auf mich eingestürzt sind.
Zu viele Gefühlsschwankungen, die von meinem Umfeld beeinflusst wurden, mit denen ich nicht mehr fertig wurde.
Und dann hieß es ordnen. Neu sortieren.
Doch am Schluss kann ich sagen, dass ich den Weg zu mir selbst zurück gefunden habe. Ich bin wieder glücklich. Glücklich und zufrieden mit allem was ich habe und was ich bin.
Und das ist ein unfassbar schönes Gefühl.
Darüber bin ich froh und dankbar. Mich, die ich das Gefühl hatte, mich verloren zu haben, wieder ein Stückchen gefunden zu haben. Mehr zu mir zurück gefunden. Ein wundervolles Gefühl, wenn man sich selbst wieder zusammensetzt und sich das richtig anfühlt.

Nachgedacht
Es war alles zu viel. Gefühle, Gedanken, mein Umfeld.
Und dann hieß es neu sortieren. Sich neu ordnen und über viele Sachen nachdenken.
Ich habe viel über mein Gefühlschaos nachgedacht und angefangen dieses zu sortieren. Nachgedacht über viele Dinge, die in meinem Leben passiert sind. Und die im Moment passieren. Und auch darüber was in Zukunft passieren wird und passieren sollte. Nachgedacht was ich möchte. Mir bewusst geworden, was andere von mir denken. Mich mit bestimmten Menschen in meinem Leben ausgesprochen. Beziehungen zu Menschen in meinem Umfeld überdacht, die mir nicht gut taten. Leider auch manche Beziehungen beenden müssen. Jedoch ist es manchmal einfach die bessere Entscheidung.
Manchmal muss man sich von Menschen, die einem nicht gut tun, trennen.
In vielen Richtungen zu viel nachgedacht. Aber auch das war gut so. Mit mir in vielen Dingen wieder ins Reine gekommen und auch das war und ist sehr gut so.
Jetzt kann ich sagen, dass ich für mich zufrieden bin, jede Ecke der Sachen die mir wichtig waren nachgedacht und hinterfragt zu haben, um jetzt hier stehen zu können und mir bewusst zu machen, dass ich zufrieden bin mit den Entscheidungen, die ich getroffen habe.

Gereist
Ich habe das Reisen gehasst. Ich wollte nie wegfahren, da ich eigentlich ein sehr häuslicher Mensch bin. Und doch war ich die letzten zwei Monate öfter unterwegs, als in meinem ganzen Leben, und ich fand es toll. Überall und nirgendwo zu sein, was mir ein bisschen geholfen hat, das zu Hause in mir selbst zu entdecken.
Ein großes „Danke“ an die Menschen, die mit mir gereist sind. Ihr seid super lieb und ich danke euch für die gemeinsame Zeit. Ich habe sie genossen.

Dormettingen, Elements Festival 2018
Mich mit der Musik treiben lassen. Viel erlebt und gesehen, viele neue verschiedene Menschen kennen gelernt. Wundervolle magische Momente erlebt, abseits meines Lebens und des Alltags gewesen. Zwei Tage alle Sorgen und Probleme vergessen.
Eine wundervolle Zeit gehabt. Danke an alle Menschen, die mir dies an diesem Wochenende ermöglicht haben.

Inzell, Bayern
Umfasst von Bergen war der Campingplatz auf dem wir waren. Mittendrin im Nichts und doch irgendwie irgendwo angekommen. Gelacht. Geredet. Genossen.
Mystische Gewitternächte. Märchenhafte Landschaften. Ruhige Seen.
Lange frühmorgendliche und spätabendlich Spaziergänge raus auf die Wiese, die einem das Gefühl gab, man wäre allein auf der Welt.
Danke.

Sankt Anton, Österreich
Zwischen Nebel und Niesel die wunderbare Freiheit, die der Berg ausstrahlte, genossen. Gelacht über meine kleine Hündin, die an diesem Wochenende zu einer kleiner Bergziege geworden ist und jede Sekunde, die wir gelaufen sind, pure Freude ausgestrahlt hat.
Nach einem wundervoll langen Wandertag in dem kleinen Hallenbad geschwommen und entspannt
Gutes Essen und schöne Gespräche geführt. Lange geschlafen und jeden einzelnen Moment genossen.
An diesen drei Tagen habe ich ein bisschen zu mir selbst zurückgefunden. Und das hat mir wahnsinnig gut getan.

Erlebt
Unfassbar viel und in so kurzer Zeit. In den zwei Monaten war ich – auch neben dem Reisen – sehr viel unterwegs.
An Seen spazieren, in Restaurants essen, in Bars Freunde treffen, im Autokino.
Vor allem habe ich Orte von Stuttgart kennen gelernt, die ich vorher nicht kannte. Und auch sonst offenbarte mir mein Leben ganz neue Seiten in meinem Umfeld und auch an mir selbst.
Für mich war das abends Wegsein immer mit Stress verbunden. Doch mittlerweile sehe ich das anders. Man verpasst etwas, wenn man abends nichts tut. Das ist auch schön und ich werde niemals ein Mensch der nur unterwegs ist, aber ich habe in den letzten zwei Monaten gerade abends so viel schöne Dinge erlebt, Aussichten und Sonnenuntergänge an den verschiedensten Orten genossen, dass ich die Barriere, abends nicht mehr wegzugehen, definitiv überwunden habe.

                           

Umgezogen
Zurück aufs Land. In eine Wohnung mit Terrasse und Garten. Zum ersten Mal nach sehr langer Zeit habe ich mich angekommen gefühlt. Endlich raus aus der Stadt mit dem vielen Beton, dem Grau und der Hitze.
Obwohl es unfassbar anstrengend war, bin ich sehr glücklich mich dafür entschieden zu haben. In der Zeit des Umzugs habe ich erleben dürfen, wie viele gute Freunde ich habe, die mir alle ausnahmslos mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Auch hier möchte ich euch nochmal dafür danken. Danke an euch meine Lieben, ohne euch wäre dieser Umzug niemals möglich gewesen.

Gelernt
Viel zu wenig. Meine Prüfung zur „Geprüften Rechtsfachwirtin“ stand vor der Tür und ich war so mit mir und meiner Umwelt beschäftigt gewesen, dass ich kaum dazu gekommen bin zu lernen.
Kennt ihr das auch, wenn man sich an dem Platz, an dem man lernen sollte, nicht wirklich wohl fühlt? Dann fällt einem das noch viel schwerer.
So ging es mir bis ich in die neue Wohnung gezogen war. Dann hatte ich einen schöneren Platz an dem ich mich richtig wohl gefühlt habe.
Aber ich bin ehrlich. Gelaufen ist es trotzdem nicht wirklich. Ich habe mir tatsächlich schwer getan. Aber auch diese Zeit ist vorbei gegangen.

Geschwommen
Zum ersten Mal in Sankt Anton, allein in dem kleinen Hallenbad. Bahn für Bahn. Ich wollte gar nicht mehr aufhören so gut hat mir das getan.
Also habe ich beschlossen das weiter zu machen. Und so bin ich ins Freibad. Jeden Tag. Eine halbe Stunde.
Ohne Musik. Nur Bahnen geschwommen und den eigenen Gedanken zugehört.
Das war und ist einfach wundervoll.

Gefeiert
Meinen Geburtstag und das Ende der Prüfungen.
Auch wenn meine Gebursttagsfeier etwas kleiner ausfiel war es doch perfekt wie es war und ich danke meiner Familie, die mit mir gefeiert hat.
Und mit meinen Mädels auf das Ende der Prüfungsphase, der Prüfungsvorbereitung und vor allem auf das Ende des ewig schlechten Gewissens angestoßen. Auf dem Sommerfest. Bei unfassbarer Hitze und dennoch ist eine rießige Last von den Schultern gefallen.
Beides dann richtig gefeiert auf dem Holifestival in Mannheim. Ein unfassbar schöner und gelungener Tag.

Die letzten Tage war ich aufgeregt. Ich wollte euch erzählen was ich erlebt habe. Ich wollte wieder posten. Ich wollte euch sagen, dass ich wieder da bin und wie es mir geht.

Und jetzt ist es endlich soweit.

Ich bin zurück.
Nach zwei Monaten bin ich zurück.
Freier.
Lebenslustiger.
Glücklicher.
Bewusster.
Hier.

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