Musikgeschichten #1

Gedanken, Geschichten

Hallo Ihr Lieben,

an alle, die nicht auf Instagram sind:
Ich habe einen kleinen Aufruf gestartet und meine Comunity gefragt, was sie für Lieblingslieder haben und sie aufgefordert, mir diese mit dem Grund, warum genau diese Lieder ihre Lieblingslieder sind, zu schicken. Ich würde dann eine kleine Geschichte dazu schreiben.
Daraufhin habe ich so viele Songs geschickt bekommen, dass ich beschlossen habe, daraus einen Blogpost zu machen.

Hier sind nun also zusammengefasst eure Lieder:

„Young“ von Hollywood Undead

I see the love, I see the hate,
I see this world that we can make.
I see the life, I see the sky,
I’d give it all to see you fly.
Yes we wave this flag of hatred,
but you’re the ones who made it. 

Er hielt ihr seine Hand entgegen. „Komm, wir erschaffen unsere eigene Welt.“
Sie lachte. „Du kannst doch nicht die Augen vor dem verschließen was da draußen passiert.“
Da hielt er inne. Überlegte kurz.
„Im Grunde sind wir doch selbst für alles verantwortlich. Es wir doch durch unsere Hände geschaffen.“
Sie nickte. „Wir zerstören uns selbst. Denn der Hass auf der Welt wird dem Guten immer überlegen sein.“

Musikgeschichten Berg Bild

„Das Leben ist schön“ von Sarah Conner

Wenn der Tag gekommen ist
und ich meine Augen schließe
Wenn der Tag gekommen ist
und ich mit dem Wasser fließe,
hoffe ich, dass ihr mich nicht vergesst.
Ich will keine Trauerreden.
Ich will keine Tränen sehen.
Ich will, dass ihr feiert!
Ich will, dass ihr tanzt!
Mit ’nem lächelnden Blick
und ’nem Drink in der Hand,
’nen Heißluftballon, auf dem riesen groß steht:
Das Leben ist schön! 

Die Sonne schien wunderschön an diesem noch kühlen Frühlingsmorgen. Die laue Luft wehte ihr die Haare aus der Stirn, als sie sich auf der Veranda in ihrem Korbstuhl niederließ. Sie schloss die Augen und atmete tief ein. Ihre Knochen waren müde, doch ihr Geist hellwach.
Sie nahm all die Farben, die Gerüche, die Geräusche, intensiv wahr. Fühlte den Holzboden unter ihren nackten Füßen und ein Lächeln glitt ihr über die Lippen.
„Unser Leben ist eine Summe von Momenten. Jeder einzelne prägt die Reise bis zum Ende. Lass sie los. Lass sie alle los.“
Sie wusste, dass sie alles erlebt hatte, was sie je erleben wollte. Nicht das was sich vielleicht andere für sie gewünscht hätten, aber sie war mit ihrem Leben und mit ihrer Seele, mit ihrem Wesen und mit ihrem Sein so vollkommen zufrieden, dass sie sich freute. Sie freute sich auf den Fluss in dem sie fließen würde und den Himmel in dem sie eine Wolke sein würde und auf ihn. Der auf sie wartete und sie mit offenen Armen begrüßen würde.
Es war kein Ende.
Es war ein Anfang.
„Momente. Das ist einer. Das, hier und jetzt, ist definitiv ein Moment. Alles könnte jetzt passieren.“
Lass ihn los. 

Ich kannte das Lied nicht, als ich es geschickt bekommen habe. Doch ich hatte Tränen in den Augen, als ich es mir das erste Mal angehört habe.

Filmzitate aus „Now is good – Jeder Moment zählt“
Gibt es hier zum bestellen: Amazon – „Now is good – Jeder Moment zählt“

 

Musickgeschichten - Brücke bIld

„Through Glass“ von Stone Sour

I’m looking at you through the glass,
don’t know how much time has passed.
Oh God it feels like forever.
But no one ever tells you that forever feels like home.
So while you’re outside looking in,
describing what you see,
remember what you’re staring at is me. 

Er starrte aus dem Fenster in die graue öde Landschaft, die an ihm vorbeizog. Fast so, als spiegle sich seine Laune in diesem Wetter. Halt. Stop. Hatte er wirklich so trübselige Laune? Redete er sich das vielleicht nur ein? Um was ging es denn hier überhaupt?
Und da wurde es ihm klar. Er fühlte sich einfach nur leer. Es ergab irgendwie nichts mehr Sinn. Sein Kopf, seine Gefühle. Alles leer. Er drehte sich um und sah sie am Steuer sitzen. Sie lachte und redete, jedoch fühlte er nichts. Er hörte auch nichts. Es kam ihm vor, als würde er wie ein Zuschauer durch eine Scheibe auf sie sehen.
Und das war der Moment in dem er Begriff, dass es zu Ende war.
Und plötzlich huschte ein Lächeln über sein Gesicht.
Und das erste Gefühl, welches an die Stelle dieser Leere trat, war Freiheit.
Unendliche, bedingungslose, herrliche Freiheit. 

Hier geht es nicht darum, dass sie Schuld sein soll. Dass sie der Grund für die Leere ist.
Hier soll es einfach nur darum gehen, dass er sich selbst bewusst wird, was er möchte. Und sie zu diesem Teil seines Lebens einfach nicht mehr passt.

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„Konstantine“ von Something Coporate

I can’t imagine all the people that you know
and the places that you go
when the lights are turned down low.
And I don’t understand all the things you’ve seen,
but I’m slipping in between you and your big dreams.
It’s always you in my big dreams. 

Er sah auf sein Handy. Keine Nachricht. Es war drei Uhr nachts. Er machte sich Sorgen. Wo war sie? Was tat sie? Von was träumte sie denn jetzt schon wieder?
Er wachte auf, als sie ihn auf die Wange küsste. Er drehte sich verschlafen um. Durch das Schlafzimmerfenster drang bereits gedämpftes Morgenlicht. Es beschien ihr strahlendes Gesicht. Egal mit wem und wo sie gewesen war. Es hatte ihr gut getan.
„Wo warst du?“, fragte er leise.
Sie lachte ihm ins Ohr und in seinem Herz ging die Sonne auf.
„Überall und nirgendwo. Mit vielen verschiedenen Leuten, aber irgendwie doch allein. Es war einfach wundervoll.“
Langsam groch sie zu ihm unter die Bettdecke und legte ihren Kopf an seine Brust.
Er seufzte und strich ihr durch die Haare bis sie tief und fest schlief.
Er träumte nur von ihr. Sie träumte von so viel mehr. Um nicht zu sagen von der ganzen Welt mit all ihren schönen Seiten, Farben und Fantasien.
Für ihn, war sie seine ganze Welt. 

Diesen Song habe ich von einer „Geschichtenschreiberin“ geschickt bekommen. Ich bin gespannt was ihr dazu sagt. Ich habe meine ersten Gedanken zum Songtext heruntergeschrieben.
Vielleicht passt es sogar zu ihrer Story, mit der sie das Lied verbindet. 

„The Rose“ von Bette Midler

I say love, it is a flower,  
and you its only seed. 
It’s the heart, afraid of breaking,  
that never learns to dance. 
It’s the dream, afraid of waking,  
that never takes the chance. 

Sie lächelte, als sie die Erinnerungen einholten. Sie war so eine wundervolle Person gewesen und mittlerweile hatte es aufgehört weh zu tun, an sie zu denken. Sie war zwar nicht mehr da, aber ihre Worte, Gedanken und Lieder blieben.
Und das war wunderschön.
Sie schöpfte aus der Erinnerung an ihre lebensfrohe, mutige und furchtlose Art immer Kraft um schwierige Hürden in ihrem eigenen Leben zu nehmen.
Und das war schön.
Am Ende war es gut so wie es war. Und die Personen, die nicht mehr unter uns weilen, tun es doch irgendwie immer noch. Denn sie leben weiter in unseren Gedanken. 

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„I don’t care“ von Fall out Boy

I don’t care what you think as long as it’s about me,
the best of us can find happiness in misery.
I don’t care what you think as long as it’s about me,
the best of us can find happiness in misery. 

Ich saß an der Bar und lachte. Lachte aus vollem Herzen. Denn meine Freundin stand vor mir und zog lustige grimassen.
„Oder schau doch mal der da drüben. Denkt er wäre ganz der Coole.“
Sie nickte zu einem Typen hinüber, der lässig mit einem Drink an der Bar lehnte und legte dann wie ein Checker ihr Kinn in ihre Finger und sah dann Richtung Decke.
Ich musste wieder lachen.
Die Leute sahen schon zu uns herüber und prompt lieferte meine Freundin.
„Ja, die denken sich jetzt, was geht denn bei den zwei Gestörten“, sie nickte mir zu. „Aber ich sag dir was. Ist uns doch egal. Wir sind happy mit unserem Anderssein und auch der Typ da drüben ist happy mit dem was er ist. Also lass jeden so ein wie er ist und geb einen Scheiß auf die Meinung von anderen.“
Ich lächelte, zog sie in meine Arme und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Du bist die Beste.“ 

Danke für dieses unglaublich motivierende Lied. Seid ihr selbst, ganz egal was andere denken. Es gibt da draußen trotzdem tausende von Menschen die finden das gut was ihr tut und wie ihr seid.
Und wenn nicht, dann geht zu euren Freunden. Oder zu eurer Familie.
Die nehmen euch immer so wie ihr seid.
An alle mit diesem Insider „Normal? Das können wir nicht.“

Musikgeschichten Hang

„Tired“ von Alan Walker

Cold hands, red eyes, packed your bags at midnight.
They’ve been there for weeks.
You don’t know what goodbye means.
I see those tears in your eyes,
I feel so helpless inside.
Oh, love, there’s no need to hide.
Just let me love you when your heart is tired. 

Und wenn er sie ansieht, den ganzen Schmerz, die ganze Leidensgeschichte sieht, sieht wie sie in ihrem Leben schon gelitten hat, weiß er doch eins ganz genau.
Sie hat ihren Glanz und das Leuchten nie verloren.
Und er würde sie lieben. Mit all dem Leiden und dem Schmerz, auch wenn er diesen nie von ihr nehmen können würde, aber da war auch dieses wundervollen Leuchten, welches ihn jeden Tag aufstehen und wissen ließ, er musste ihr den Schmerzen nicht nehmen, er musste sie nur noch heller strahlen lassen, bis sie ihr eigenes Leuchten sehen konnte. 

Musikgeschichten See

„Old time rock n roll“ von Bob Seeger

Just take those old records off the shelf,
I’ll sit and listen to ‚em by myself.
Today’s music ain’t got the same soul,
I like that old time rock and roll.
Don’t try to take me to a disco,
you’ll never even get me out on the floor.
In ten minutes I’ll be late for the door,
I like that old time rock and roll. 

Er wirbelte sie herum, hob sie zu einer Hebefigur nach oben, zog sie durch die Beine. Sie lachte, genoss den Rhythmus und die Musik. Das war ihre Musik. Und wenn sie in der Tanzstunde waren konnte sie wenigstens für eine Stunde zurück in die Zeit reisen und sich mit den Frauen und dem Tanz von früher identifizieren.
Als das Lied zu Ende war gab er ihr einen Kuss auf die Wange und flüsterte ihr ins Ohr, „Ich liebe es wie du aufblühst, wenn wir zusammen Rock n Roll tanzen.“ 

Danke für dieses tolle Gute-Laune-Lied. Ich habe jedes Mal Spaß daran. Ich stehe zwar eher auf Swing, aber das ist ja so ähnlich.

Fotos by J.H. Artworks

2 Gedanken zu “Musikgeschichten #1

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